UNSER FANCLUB IN DER PRESSE-

Hier können Sie einen tollen Artikel aus der Zeitschrift "Unsere Kirche" lesen.
Hier ist ein Livebericht von Radio Bielefeld
 


Mit Gott zum DSC

In Bielefeld hat sich ein christlicher Arminia-Fanklub gegründet

VON ANSGAR MÖNTER

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Im Zeichen des Fisches (FOTO: ANDREAS FRÜCHT)

+Im Zeichen des Fisches (FOTO: ANDREAS FRÜCHT)

Bielefeld. Man kennt das beim Fußball vor allem von Brasilianern, Portugiesen, Spaniern oder Italienern: Sie bekreuzigen sich, wenn sie das Spielfeld betreten, sie reden über Gott und tragen Jesus-loves-you-T-Shirts unterm Trikot. Fußball und Glaube – das geht jetzt auch in Bielefeld zusammen. Hier hat sich der erste christliche Arminia-Fanklub gegründet.

"Totale Offensive DSC" heißt der Verein etwas martialisch. Die Mitglieder sind aber alles andere als kriegerisch oder wild. "Wir stehen für bestimmte Werte", sagt Gerwin Heinrich, einer der Sprecher des Fanclubs, "wir sind gegen Drogen und Alkoholmissbrauch, gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für ein Leben mit Gott". Ihre menschenfreundliche Einstellung nehmen sie mit ins Stadion. Grobe, aggressive oder beleidigende Parolen schreien sie nicht, ihren Klub anfeuern und die Hymne singen sind hingegen selbstverständlich. "Wir würden nie miteinstimmen bei dummen, rechten Sprüchen oder so etwas wie "BVB Hurensöhne" oder "Ruhrpottkanaken", sagt Mitglied Jürgen Retz.

Die christlichen Fußballfans wollen zeigen, dass es anders geht – auch, was den Konsum von Alkohol betrifft. "Wir sind keine Abstinenzler, aber wir sind der Meinung, dass Fußballfan sein nicht gleich bedeuten muss, sich zu besaufen", sagt Heinrich, der auch als Arminia-Künstler bekannt ist.

36 Mitglieder hat "Totale Offensive DSC". Die meisten kannten sich vorher aus verschiedenen Kirchengemeinden Bielefelds. Zwei Pfarrer sind in ihren Reihen. Gemeinsam teilen sie den gleichen Glauben, egal welcher Konfession. Allerdings gibt es noch keine katholischen oder christlich-orthodoxen Mitglieder. "Sie sind herzlich willkommen", sagt Protestant Heinrich.

Christian Venghaus, Fanbeauftragter des DSC, freut sich über den Fanclub. "Er fehlte uns noch. Ich bin gespannt, was sich daraus entwickelt." Der Mitglieder suchen nach einem Arbeitsschwerpunkt. "Es könnte die Kinder- und Jugendarbeit sein", sagt Retz. Es ist üblich, dass sich die christlichen Fußballanhänger sozialen Aufgaben stellen. In Dresden beschäftigen sich die gläubigen Fans vor allem mit Rechtsextremismus, in Dortmund, Offenbach, Hannover und Köln engagieren sich ebenfalls Christen.

Die engsten Beziehung pflegen die Bielefelder zur "Totalen Offensive" Hamburg. Dieser HSV-Fanclub hat 400 Mitglieder. Deren Arbeitsfeld sind Drogenabhängige sowie Kinder- und Jugendliche. 20 Freunde aus der Hansestadt sind am heutigen Samstag zu Gast bei den Bielefeldern im Treffpunkt "Café Präsent" an der Wittekindstraße 42. Das Café gehört zu einer evangelischen Freikirche.

"Wir werden zusammen essen und dann einen Fußball-Gottesdienst feiern", sagt Heinrich. Es gibt Lobpreislieder, "dann beten für für Arminia, die Spieler, Betreuer, Ordner und die anderen Vereine". An den oft zitierten Fußballgott glauben sie aber nicht. Das sei eher Folklore.

Nach dem Gebet geht es ins Stadion mit dem mehrere Meter großen Banner des Fanclubs. Darauf zu sehen ist das Arminia-Logo und der Fisch, das Symbol, das Christen als Erkennungszeichen ihrer Religion verwenden. Auf den Rängen feuern sie ihre Schwarz-Weiß-Blauen an – die Bielefelder ihre Arminia, die Hamburger ihren HSV, der bekanntlich die gleichen Vereinsfarben hat.

Die Fanclub-Mitglieder sind sich sicher: Gott ist beim Spiel mit dabei – die Tore aber müssen die Stürmer schießen.


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Die tolle schwarz-weiß-blaue Fanparty

Trotz DSC-Niederlage feiern Hamburger und Bielefelder - Katongo-Flickflack erste Sahne

Von Jürgen R a h e

B i e l e f e l d (WB). »Gewalt und Hassparolen haben in Fußballstadien

nichts zu suchen. Wir sind für Fairness auf dem grünen Rasen und im weiten Rund.«

Das sagten Samstag vor dem HSV-Spiel Gerwin Heinrich undAlexander Friebel von Fan-Clubs

des DSC Arminia Bielefeld.Es blieb am Samstag indes nicht nur bei Lippenbekenntnissen, sondern

gerade die seit einigen Jahren bestehende Fanfreundschaft zwischen Arminia Bielefeld und dem

Hamburger SV wurde sowohl vor  als auch nach dem Match gepflegt und aufgefrischt.

Ganz neu in der Teutostadt grüßt sogar ein christlicher DSCFanclub: »Totale Offensive Bielefeld

«. Die Clubmitglieder um ihren Sprecher Gerwin Heinrich (43) hatten sich Samstag kurz nach 12

Uhr im Café Präsent an der Wittekindstraße 42 eingefunden, um mit angereisten Mitgliedern

des Hamburger christlichen Fan-Clubs gemeinsam einen Fußballgottesdienst

zu zelebrieren. HSVFan-Sprecher Torsten Hüner (45) und Gerwin Heinrich waren sich

einig: »Wir sind strikt gegen Gewalt und Suchtmittelmissbrauch,

pflegen vielmehr eine gute Gemeinschaft

und - wenn es denn sein muss - beten wir nach dem Spiel auch für die unterlegene

Mannschaft.« Alexander Friebel, Sprecher der DSC-Fan- und Förderabteilung

Arminia Supporters Club (ASC), stößt ins gleiche Horn: »Feindbilder

haben in Bundesligastadien nichts zu suchen.« Mit Unterstützung

der Krombacher Brauerei hatte der ASC zu einer gemeinsamen

schwarz-weiß-blauen Fanparty  in die DAX-Bierbörse im

neuen Bahnhofsviertel eingeladen Friebel: »Die vierstündige Party

ist super abgelaufen. Etwa 400Fans aus beiden Verein feiert gemeinsam.


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Hier der neueste Artikel aus der Zeitschrift "Unsere Kirche" vom 22.09.2009
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